Die linguistischen Variablen
und
der Input-Grö\3en werden mit den linguistischen Variablen
der Output-Grö\3en verknüpft. Jeder möglichen Kombination der
und
wird ein Element
zugeordnet, wobei ein
bei mehreren Kombinationen auftreten kann. Die Menge der
Verknüpfungsregeln des FAM kann durch eine logische Verknüpfungstabelle oder
linguistische Matrix dargestellt werden. Tabelle 6.1 zeigt die linguistische
Matrix, welche in der vorliegenden Arbeit zur Verknüpfung von
und
zur lokalen Schwelle T
verwendet wurde. Sie stellt bereits das Ergebnis der Optimierung dar, die in Abschnitt 6.2.5
beschrieben wird. Die Werte sehr klein, klein, ... , sehr gro\3 bezeichnen die linguistischen Variablen der lokalen Schwelle T, die in Abb. 6.5 dargestellt sind.

Tabelle: Logische Verknüpfungstabelle der FAM Regeln
zur Bestimmung der lokalen Schwelle (optimiert).
Die Verknüpfung geschieht dabei durch eine logische AND oder eine logische OR Operation. Zur Verknüpfung von Fuzzy-Mengen werden die logischen Operationen der Boolschen Algebra durch Fuzzy-Operationen ersetzt:
![]()
Für jede Kombination der Input-Variablen liefert die AND-Verknüpfung (6.8) ein Ma\3 für das Eintreten dieser Kombination:
![]()
Da mehrere Kombinationen (n,l) zu der gleichen linguistischen Variablen
verknüpft werden können (z. B. 2
mittel und 5
sehr klein in Tab. 6.1), werden diese Werte als Endergebnis durch den OR-Operator (6.9) verknüpft:
![]()
Das Ergebnis der Verknüpfung ist ein Vektor
, dessen Elemente einen numerischen Wert für die Anteile der einzelnen linguistischen Variablen
am Gesamtergebnis darstellen, der sog. Fit-Vektor.
Beispiel:
In Abb. 6.5 ist dargestellt, wie für zwei Werte
und
der beiden Input-Parameter die Fit-Vektoren berechnet werden. Für
erhält man die Zugehörigkeitswerte
und
. Die Werte für
sind
und
. Die Verknüpfungstabelle (Tab.6.1) liefert

und damit den Fit-Vektor
Die linguistischen Variablen werden auf diesen Wert normiert (Abb. 6.5b).