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Die spektrale Dichte

 

Als spektrale Dichte tex2html_wrap_inline6501 bezeichnet man im allgemeinen das reelle Betragsquadrat der Fouriertransformierten von tex2html_wrap_inline6519:


 eqnarray1454

Bei allen linearen Systemen ist das Amplitudenquadrat eines Signals (mechanische Welle, elekromagnetische Welle usw.) proportional zu dessen Energie. Aus diesem Grund wird das Betragsquadrat der Spektralfunktion auch als Powerspektrum bezeichnet. Häufig wird dabei die Abkürzung PSDgif verwendet. Mit Hilfe des PSD kann die Energieverteilung eines Systems bestimmt werden, sofern das vorliegende Signal (Bilddaten) proportional zu der Amplitude des physikalischen Systems ist. Ebenso bietet die spektrale Dichte den Vorteil, daß sie reell ist und sich einfacher und somit verständlicher darstellen läßt als eine komplexe Größe, wie z.B. die Fouriertransformierte eines reellen Bildes.

Die Interpretation eines Powerspektrums ist anschaulich. Hat man in einem Powerspektrum eine Häufung um einen bestimmten Punkt, so geben jeweils die Koordinaten des Punkts die Größe der Wellenzahlen tex2html_wrap_inline6521 in der entsprechenden Koordinatenrichtung an. Die Summe der Häufung macht eine Aussage darüber, wie stark die Wellenzahlen im Orginalbild ausgeprägt sind, bzw. wie groß deren Anteil an der Gesamtenergie des Systems ist.

Die Darstellung im PSD eignet sich besonders gut, um periodische Strukturen oder Rauschen aus einem Signal zu isolieren. Das Powerspektrum einer reellen Funktion ist hermitesch [Bracewell, 1965], da ihre Fouriertransformierte hermitesch ist (siehe Abschnitt 3.9). Für die praktische Anwendung bedeutet dies, daß das Powerspektrum einer solchen Funktion vollständig durch den Halbraum beschrieben wird, und somit nur den halben Speicherplatz des Orginalbildes benötigt.

Für eine reelle 256tex2html_wrap_inline5971256-Matrix ergibt sich für die Fouriertransformierte, sowie für das Powerspektrum eine Matrix der Größe 256tex2html_wrap_inline5971128, wobei die Einträge in der Fouriertransformierten komplex sind. Die Berechnung der Spektren erfolgte mit der Bildverarbeitungssoftware heuriskogif, bei der aus Gründen der Programmierung das Spektrum wie in Abbildung 3.11 organisiert. Die ersten 128 Zeilen enthalten die positiven Wellenzahlkomponenten tex2html_wrap_inline6409 in y-Richtung, danach folgen die negativen Wellenzahlen. In x-Richtung sind nur die positiven Wellenzahlen tex2html_wrap_inline6407 dargestellt.

  figure1905

Abbildung: Hermitzität der spektralen Dichte. Durch Punktspiegelung an tex2html_wrap_inline6531 des Spektrums (links) wird das vollständige (hermitesche) Spektrum (rechts) gewonnen.

  figure1912

Abbildung: Teilspektrum und vollständiges (hermitesches) Sepktrum, berechnet mit dem Operator ,,AppendHermit``.

Das Spektrum besteht aus zwei Teilen, wobei der Ursprung für negative Wellenzahlkomponenten im Matrixelement tex2html_wrap_inline6533 und für positive Komponenten im Matrixelement tex2html_wrap_inline6535 zu finden ist. Das vollständige (hermitesche) Spektrum erhält man durch Punktspiegelung an tex2html_wrap_inline6531 (siehe Abbildung 3.11). Zusätzlich ist das vollständige Spektrum so zentriert, daß der Ursprung in der Bildmitte liegt. Die Spalte 0 stellt jedoch eine Ausnahme dar, denn nach der Definition (Gleichung 3.43) einer hermiteschen Funktion müßte Spalte 0 das Konjungiert-komplexe von sich selber sein (tex2html_wrap_inline6539). Deswegen wird Spalte 0 nicht am Symmetriezentrum tex2html_wrap_inline6531 gespiegelt, und in dem vollständigen Spektrum bekommt die Spalte tex2html_wrap_inline6543 den Wert Null zugeordnet.

Die Verbindung der Betragsquadrate zwischen Orts-Zeitraum und Orts-Frequenzraum im Diskreten ist durch das Parsevalsche Theorem gegeben:


 eqnarray1489

Das Parsevalsche Theorem besagt die Erhaltung der Norm unter der diskreten Fouriertransformation. Physikalisch betrachtet gibt Gleichung 3.30 an, daß die Berechnung der Energie in beiden Räumen äquivalent ist.


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