In diesem Abschnitt sind die wichtigsten Eigenschaften der Fouriertransformation
zusammengefaßt. Die Eigenschaften gelten sowohl für die diskrete als auch für die
kontinuierliche Fouriertransformation in n-Dimensionen. Eine umfassende Darstellung
befindet sich bei [Bracewell, 1965].
Die Fouriertransformation ist eine lineare Transformation, es gilt das Additionstheorem:
Im Diskreten gilt für zwei Folgen der Länge N und
mit den Faktoren
:
wobei
bzw.
die diskrete Fouriertransformation
der jeweiligen Folge ist. Wenn die Längen beider Folgen nicht gleich groß sind, wird das
maximale N benutzt. Fehlende Werte der kleineren Folge werden mit Nullen aufgefüllt, das im
Englischen als ,,zero-padding`` bezeichnet wird.
Die Norm, d.h. das Integral über das Betragsquadrat der Funktion oder die Summe über die Betragsquadrate der Folge bleibt unter der Transformation erhalten:
Im Diskreten besagt das Parsevallsche Theorem die Normerhaltung:
Für die Symmetrieeigenschaften der Fouriertransformation ist der Kern der Transformation verantwortlich. Nach der Eulerschen Formel läßt sich der Kern auch schreiben als:
Betrachtet man die Fouriertransformation einer reellen Funktion, so ergibt sich als Transformierte eine komplexe Funktion mit geradem Realteil (Cosinus) und ungeradem Imaginärteil (Sinus). Diese Eigenschaft wird als hermitesch und im umgekehrten Falle als antihermitesch bezeichnet:
Diese Symmetrie spiegelt die physikalische Eigenschaft wider, daß im Fourierraum nicht
unterschieden werden kann, ob eine Welle vorwärts oder rückwärts läuft. Dies gilt, wenn
die Ortskoordinaten transformiert werden. Hat man zusätzlich eine zeitliche
Information, kann aus dieser die Geschwindigkeit und somit die Ausbreitungsrichtung
bestimmt werden (siehe Abschnitt 3.5).
Eine Faltung der Funktion g(x) mit der Funktion h(x) ist definiert als:
Eine Faltungsoperation im Ortsraum ist eine Multiplikation im Fourierraum. Umgekehrt gilt, daß eine Multiplikation im Ortsraum eine Faltungsoperation im Fourierraum ist:
Eine Verschiebung einer Funktion im Ortsraum bewirkt eine Phasenverschiebung der Fouriertransformierten. Umgekehrt liefert eine Phasenverschiebung im Ortsraum eine Verschiebung der Funktion im Fourierraum:
Eine partielle Ableitung
einer Funktion
im Ortsraum entspricht einer komplexen Multiplikation mit der Wellenzahl
im
Fourierraum. Das gleiche gilt auch umgekehrt:
Daraus ergibt sich für den
-Operator im Fourierraum:
![]()
Aus der Definition (3.7) für die diskrete Fouriertransformation ergibt sich durch Einsetzen von u=0:
Der Eintrag
in der Transformierten repräsentiert den Mittelwert der Einträge
des Vektors
im Ortsraum. Daher ist der Imaginärteil von
eines reellen
Objektes immer Null. Analoges gilt auch in höheren Dimensionen. Auf den Eintrag der Matrix M
im Fourierraum, dessen Indizes alle Null sind, wird immer der Mittelwert der Einträge
entsprechenden Matrix abgebildet.