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Zusammenfassung

Diese Arbeit beschreibt die Entwicklung eines feldgängigen Me\3instrumentes, welches erstmals eine Messung der Transfergeschwindigkeit des Gasaustausches auf der freien Meeresoberfläche mit einer zeitlichen Auflösung von wenigen Minuten ermöglichte. Unter Verwendung einer hochempfindlichen Infrarotkamera und eines COtex2html_wrap_inline11884-Infrarotlasers stand ein Me\3aufbau zur Verfügung, mit dessen Hilfe die Transportprozesse an der freien Meeresoberfläche durch verschiedenartige passive und aktive Me\3verfahren untersucht werden konnten. Dieses Instrument wurde im Rahmen einer internationalen Me\3kampagne an Bord des Forschungsschiffes `New Horizon' entlang der kalifornischen Küste im April/Mai 1995 eingesetzt. Zur quantitativen, thermographischen Bestimmung der Wasseroberflächentemperatur mit einer absoluten Genauigkeit von weniger als 0.1K und einer relativen Genauigkeit von etwa 0.025K wurde eine neuartige Kalibriereinrichtung entwickelt. Neben der Realisierung des Me\3instrumentes wurden umfangreiche numerische Simulationen der Vorgänge innerhalb der thermischen Grenzschicht durchgeführt. Es zeigte sich, da\3 die gemessenen Abklingkurven einer lokalen Erwärmung der Wasseroberfläche durch den Laser von der numerischen Simulation vorhergesagt werden konnten. Gleichzeitig lieferte die Simulation ein Kriterium für die Stabilität der Auswertung der gemessenen Abklingkurven. Daraus ergab sich, da\3 die Bestimmung der Transfergeschwindigkeit aus diesen Messungen auf dem Ozean nicht für alle Me\3bedingungen möglich ist. Dies liefert wichtige Anforderungen an die Entwicklung zukünftiger Me\3instrumente. Ausgehend von einer statistischen Analyse der Temperaturverteilung auf der Meeresoberfläche wurden zwei weitere, von der Auswertung der Laser-Abklingkurven unabhängige Verfahren, zur Bestimmung der Transfergeschwindigkeit entwickelt. Damit konnten die Ergebnisse der Messungen gegenseitig verifiziert werden. Es zeigte sich, da\3 alle Methoden in sich konsistente Werte der Gastransfergeschwindigkeit lieferten. Zusätzliche Messungen im Windkanal der Delft Hydraulics, Niederlande, lieferten eine gute Übereinstimmung der Resultate der Labor- und Ozeanmessungen. Ein weiteres, wichtiges Resultat war die Tatsache, da\3 sich die Ergebnisse der Messungen mit einem einfachen Oberflächenerneuerungsmodell überraschend gut simulieren lassen. Unter Verwendung dieses Modelles konnte die Statistik der Erneuerungseffekte aus den Me\3daten ermittelt werden.



Horst Haussecker
Tue Jan 14 19:32:36 MET 1997