Wird eine Infrarotkamera als Detektor benutzt, so
hängt der Helligkeitskontrast zwischen zwei Objekten
unterschiedlicher Temperatur vom verwendeten
Wellenlängenintervall ab. Beobachtet man ein Objekt der
Temperatur
vor einem Hintergrund der Umgebungstemperatur
, so wird der Quotient

als thermischer Kontrast
des Bildes bezeichnet
[Gaussorgues, 94].
thermcon

Abbildung: Thermischer Kontrast für zwei verschiedene
Spektralbereiche. Die unteren drei Kurven zeigen den
thermischen Kontrast für den Bereich
m für
verschiedene Temperaturen und die oberen drei Kurven für den
Bereich
m.
Abbildung 2.6 zeigt den thermischen Kontrast für
die beiden Wellenlängenbereiche 3-5
m und 8-12
m. Erkennbar ist, da\3 für Objekte bei normalen
Umgebungstemperaturen zwischen 0
C und 20
C
der Kontrast bei 3-5
m ungefähr doppelt so gro\3 ist,
wie der bei 8-12
m. Dies liegt daran, da\3 bei diesen
Temperaturen die Plancksche
Strahlungskurve bei 8-12
m ihr Maximum erreicht,
während
sie bei 3-5
m exponentiell ansteigt (Wienscher Ast).
Die
verwendete Infrarotkamera ist im 3-5
m
Bereich empfindlich und daher gut zum Studium von Objekten bei
Umgebungstemperatur, wie z. B. der Wasseroberfläche geeignet.