Die direkte Berechnung der Standardabweichung aus den Bilddaten ist ungenauer als die Berechnung der Breite des Temperaturhistogrammes, da bei der direkten Berechnung der Standardabweichung keine Aussage über die Art der Muster möglich ist. Dies trifft insbesondere für Reflexe der inhomogenen Himmelstemperatur zu. Anhand der Form des Histogrammes lä\3t sich erkennen, ob die Verteilung der Oberflächentemperatur durch zusätzliche Effekte verfälscht ist. Diese zeichnen sich durch `Beulen' und Deformationen der Häufigkeitsverteilung gegenüber den theoretischen Verteilungen aus. Solche Histogramme können verworfen werden, oder nur Teile daraus zum Fitten der Verteilung (8.31) verwendet werden.
Beide Methoden sind jedoch nur bei ausreichend gro\3en
natürlichen Flüssen anwendbar. Bei zu kleinen Flüssen liegt
der Temperaturunterschied zwischen Wasseroberfläche und Bulk im
Bereich des Temperaturauflösungsvermögens der
Kamera. Es kann daher nicht vollständig auf eine Wärmequelle,
wie z. B. einen CO
-Laser, verzichtet werden, um bei allen
meteorologischen Bedingungen messen zu können.