Um die Ergebnisse von Messungen des komplexen Brechungsindexes
N und aller daraus abgeleiteten optischen Eigenschaften auf
Messungen an der freien Meeresoberfläche übertragen zu
können,
mu\3 untersucht werden, wie die Salzkonzentration von Meerwasser
den Brechungsindex ändert. [Friedman, 69] hat dazu eingehende
Untersuchungen im Wellenlängenbereich von 1.5-15
m
durchgeführt.
Es lassen sich zwei Haupteffekte vorhersagen, die mit steigender
Salzkonzentration die optischen Eigenschaften verändern. Dies
ist zum einen ein Ansteigen des Realteils n des
Brechungsindexes und zum anderen ein Verschieben der IR-Absorptionsbanden
von Wasser. Der erste Effekt führt zu einem
konstanten Anstieg von n für
Wellenlängen bis 9
m. Der zweite Effekt ist nur für das
Sulfat-Absorptionsband bei 9
m von Bedeutung.
Um die Änderungen quantitativ beschreiben zu können, wurde eine Norm-Salzlösung verwendet. Es handelt sich dabei um die von [Sverdrup et al., 42] vorgeschlagene Zusammensetzung von künstlichem Meerwasser, die dieselbe Ionenkonzentration wie eine typische Probe Ozeanwasser enthält (Tabelle 2.3).

Tabelle: Zusammensetzung
von künstlichem Meerwasser (Salinität 34.3 ppt, Chlorinität
19.0 ppt) mit einer relativen Salzkonzentration von 1.
Dieser Lösung wird die relative Salzkonzentration von 1
zugeordnet. Es zeigt sich, da\3 die Erhöhung von n
linear mit der relativen Salzkonzentration ansteigt und bei
einer relativen Salzkonzentration von 1 den Wert von 6
10
annimmt.
Zusammenfassend lassen sich die nötigen Korrekturen für Meerwasser folgenderma\3en formulieren [Friedman, 69]: