Die Kameraoptik (Abb. 3.4) besteht aus Si:Ge Linsen.
Dieses Material ist transparent im Bereich von 3-5
m.
Die Transmissivität der gesamten Objektivoptik liegt innerhalb
dieses Spektralbereiches bei
.
Die Restemissivität der Linsen verfälscht das Kamerabild, wobei
ihre Temperatur weitgehend homogen ist. Sie werden nicht
gekühlt, befinden sich jedoch innerhalb einer Metallhalterung,
die sie von Umgebungsstrahlung abschirmt.
Eine Fehlerquelle stellt jedoch die Restreflektivität der Innenseite der Linse dar. Hier mu\3 eine sehr gute Antireflexbeschichtung aufgebracht werden, um zu verhindern, da\3 die extrem niedrige Temperatur des Detektors selbst zurückreflektiert wird. Dies ist bei den Objektiven der AMBER Radiance 1 Kamera sehr gut erfüllt.
Aus demselben Grund mu\3 bei jedem Me\3aufbau darauf geachtet
werden, da\3 die Kamera nie senkrecht auf eine Oberfläche mit
nicht-verschwindender Reflektivität schaut. Die Temperatur
des CCD-Chips liegt mit 77K sehr viel niedriger als
die der zu messenden Objekte. In diesem
Fall würde, selbst bei sehr geringer Reflektivität, eine
Temperaturmessung stark verfälscht werden. Dies trifft
besonders für Flächen zu, auf welche die Kamera fokusiert
wird. Da der Strahlengang einer Optik umkehrbar ist, wird die
Temperaturverteilung des CCD-Chips umgekehrt auf die
Oberfläche fokusiert. Dort wird sie als tiefschwarzes Rechteck
deutlich erkennbar! Dies ist ein Grund dafür, da\3 die
Kamera unter einem Winkel von 20
auf die
Wasseroberfläche schaut.