Aus (3.11) ergab sich, da\3 der vom CCD-Chip
empfangene, spektrale Strahlungsflu\3
proportional zur spektralen Strahlungsdichte
des Objektes ist. Für einen grauen Strahler, d. h. für die
Oberfläche der meisten Körper ergibt sich:
![]()
Das Ausgangssignal
der Kamera ist
proportional
zum absorbierten Strahlungsflu\3, gewichtet mit der spektralen
Empfindlichkeit
des CCD-Chips. Dies gilt für
Strahlung beliebiger Wellenlänge, die den Detektor erreicht:
![]()
Das gesamte Signal S eines Pixels des Kamerabildes setzt
sich aus dem Integral

über alle Wellenlängen, gewichtet mit der Fensterfunktion
des
Kältefilters zusammen. Für die Radiance 1 Kamera kann
durch eine Rechteckfunktion zwischen 3 und 5
m angenähert
werden und man erhält:

mit der Proportionalitätskonstanten
der Kamera. Sie
enthält sowohl den Geometriefaktor der Optik, als auch den
elektronischen Verstärkungsfaktor und mu\3 experimentell
ermittelt werden.
Abbildung 3.9 zeigt den theoretischen Verlauf des Signals eines Sensorelementes (Pixel) der Infrarotkamera in Abhängigkeit von der Temperatur des Objektes. Die Kurve wurde durch numerische Integration von (3.21) ermittelt.
intensit

Abbildung: Theoretischer Verlauf des Kamerasignals in
Abhängigkeit von der Temperatur des beobachteten Objektes. Die
dünne Kurve zeigt einen quadratischen Fit durch die Werte.
Es ist zu erkennen, da\3 sich das Kamerasignal innerhalb des geplotteten Temperaturintervalls gut durch ein Polynom der Ordnung 2 nähern lä\3t. Zur Bestimmung einer Eichkurve für die tatsächliche Kameraintensität reichen daher 3 verschiedene Temperaturen. Dies wurde bei der Entwicklung einer Kalibriereinrichtung (Kapitel 3.3.1) ausgenutzt.