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Aufbau der Kalibriereinrichtung

Ausgehend von diesen Anforderungen wurde eine Kalibriereinrichtung für die CFT-Maschine entwickelt. Sie wurde dabei so konstruiert, da\3 sie im Gehäuse des Ozean-Instrumentes (siehe Kapitel 6) integriert werden konnte. In den Abbildungen 3.11 und 3.12 ist jeweils ein Längs- bzw. Querschnitt durch die Kalibriereinrichtung dargestellt. Abbildung 3.13 zeigt eine dreidimensionale Visualisierung der geometrischen Anordnung innerhalb der Kalibriereinrichtung.

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Abbildung: Querschnitt durch die Kalibriereinrichtung der CFT-Maschine. Man erkennt die geometrische Anordnung der Kalibrierkörper und des Referenzkörpers.

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Abbildung: Längsschnitt durch die Kalibriereinrichtung der CFT-Maschine. Es ist nur der untere Teil mit den Kalibrierkörpern dargestellt. Der dünnere Aluminiumblock tex2html_wrap_inline13442 dient zur Kalibrierung des Lasers (siehe Kapitel 6).

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Abbildung: (Farbdruck findet sich als Abb. 11.3 auf Seite gif) Dreidimensionale Visualisierung der entwickelten Kalibriereinrichtung. Das transparent dargestellte Au\3engehäuse besteht aus Aluminium. Der Strahlengang der Infrarotkamera beim Kalibriervorgang ist als roter Strahl dargestellt. Unter der Deckenabdeckung ist der schräg montierte Referenzkörper zu erkennen. Die geschwärzten Bereiche des Innenraumes sind mit Tetenal Kameralack beschichtet, die hellen Bereiche weisen eine unbehandelte Aluminiumoberfläche auf. Der Blickwinkel zeigt den dünnen Laser Kalibrierblock auf der Frontseite. Die dickeren Kamerakalibrierblöcke liegen dahinter.

In einer Aluminiumbox befinden sich vier massive Aluminiumblöcke (Abb. 3.12). Drei davon haben identische Abmessungen, der vierte hat nur ein Viertel der Dicke, jedoch dieselbe horizontale Ausdehnung. Die Oberflächen der drei dicken Aluminiumblöcke tex2html_wrap_inline13444, tex2html_wrap_inline13446 und tex2html_wrap_inline13448 stellen die eigentlichen Kalibrierflächen dar. Der mittlere Block tex2html_wrap_inline13444 ist thermisch von allen anderen Teilen der Kalibriereinrichtung isoliert. Seine Temperatur unterscheidet sich daher nur unwesentlich von der Umgebungstemperatur tex2html_wrap_inline12192. Ändert sich die Temperatur der äu\3eren Box, kann nur durch direkte Strahlung Wärme zwischen ihm und der Box ausgetauscht werden.

Die beiden Blöcke tex2html_wrap_inline13446 und tex2html_wrap_inline13448 links und rechts davon werden gekühlt bzw. geheizt. Dies geschieht durch je einen Satz von vier Peltierelementen, die sich über die gesamte Unterseite der Kalibrierblöcke ausdehnen. Die vier Peltierelemente eines Blockes sind in Reihe geschaltet. Beide Peltierketten liegen an 2.5V Versorgungsspannung, sind jedoch umgekehrt gepolt. Dadurch heizt die eine Kette und die andere kühlt. Beide Peltierketten sind auf der Unterseite mit derselben Aluminiumplatte P verbunden. Diese dient beiden als gemeinsames Wärmereservoir.

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Abbildung: Schematische Darstellung der Wärmeflüsse, die zwischen dem geheizten und dem gekühlten Kalibrierblock über die untere Aluplatte ausgetauscht werden. Die Peltierelemente dienen dabei als Wärmepumpen.

Insgesamt wirken die Peltierkühler als Wärmepumpen. Abbildung 3.14 zeigt schematisch die verschiedenen Wärmeflüsse. Die heizende Peltierkette entzieht der unteren Platte P Wärme, die in den darüberliegenden Kalibrierkörper tex2html_wrap_inline13448 transportiert wird (tex2html_wrap_inline13466). Die kühlenden Peltierelemente entziehen umgekehrt dem kalten Kalibrierblock tex2html_wrap_inline13446 Wärme, die in die Aluplatte P gepumpt wird (tex2html_wrap_inline13472). Durch die hohe Wärmeleitfähigkeit von Aluminium werden die Wärmequellen bzw.  -senken schnell innerhalb der Platte P ausgeglichen (tex2html_wrap_inline13476). Dadurch ändert sich die Temperatur des Wärmereservoirs nur geringfügig. Dies verhindert wiederum, da\3 der mittlere Alublock tex2html_wrap_inline13444 durch direkte Strahlung der darunterliegenden Platte aufgeheizt oder abgekühlt wird. Insgesamt wird, als Nettoeffekt, Wärme vom kalten in den warmen Kalibrierblock gepumpt. Die untere Platte P wirkt als Wärmeleiter, ohne sich dabei aufzuheizen.

Ein geringer Wärmeüberschu\3 wird dennoch erzeugt. Dieser stammt aus der Aufheizung der Peltierelemente selbst durch ihren Ohmschen Widerstand. Diese Restwärme heizt die untere Aluplatte P geringfügig gegenüber der Raumtemperatur auf (tex2html_wrap_inline13484). Durch ihre gro\3e Masse und die hohe spezifische Wärmekapazität von Aluminium ist dies ein langsamer Vorgang. Die U-Form der Platte (Abb. 3.11) dient dabei als Kühlkörper. An den senkrechten Seitenwänden kann freie Konvektion stattfinden, die selbst geringe Temperaturdifferenzen zwischen der Platte und der umgebenden Luftschicht ausgleicht.

Ein Leistungsmerkmal von Peltierelementen macht sie besonders geeignet zum Einsatz in der Kalibriereinrichtung. Solange beide Seiten eines Peltierelementes dieselbe Temperatur haben, wird mit der maximalen elektrischen Leistung tex2html_wrap_inline13486 Wärme von der einen Fläche zur anderen gepumpt. U bezeichnet dabei die angelegte Versorgungsspannung und I den Strom, der sich aufgrund des Ohmschen Widerstandes einstellt. Mit steigender Temperaturdifferenz tex2html_wrap_inline13492 zwischen den beiden Flächen wird eine Thermospannung erzeugt, die entgegengesetzt zur Versorgungsspannung gepolt ist. Dadurch sinkt der Strom und damit die Pumpleistung des Peltierelementes. Die maximal mögliche Temperaturdifferenz ergibt sich, wenn die Thermospannung die Grö\3e der Versorgungsspannung erreicht und damit die angelegte Spannung vollständig kompensiert. Diese Eigenschaft ermöglicht es, die gewünschte Temperaturdifferenz mit der Versorgungsspannung zu regulieren. Ändert sich die Temperatur der geheizten, bzw. gekühlten Flächen durch Wärmeaustausch mit der Umgebung, so wird diese Temperaturdifferenz durch ein erneutes Ansteigen des Stroms wieder ausgeglichen. Beim Erreichen der Gleichgewichtstemperatur flie\3t somit nur noch der Strom, der zum Aufrechterhalten der Temperatur benötigt wird. Ein Peltierelement reguliert dadurch automatisch die Temperatur bei minimalem Leistungsverbrauch. Tabelle 3.1 zeigt die Temperaturen der drei Kalibrierblöcke nach ca. 2 Stunden Betriebszeit der Peltierelemente.

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Tabelle:   Temperaturen der Kalibrierkörper nach 2 Stunden Betrieb der Kalibriereinrichtung.

Da sich bei der oben beschriebenen Anordnung der Peltierkühler die Temperaturdifferenz immer relativ zur unteren Aluplatte P einstellt, reguliert diese automatisch den Offset der Temperaturdifferenz. Ihre Temperatur liegt nur unwesentlich höher als die Umgebungstemperatur. Dadurch werden immer drei Referenztemperaturen erzeugt, die im Bereich von tex2html_wrap_inline13504C oberhalb und unterhalb der Umgebungstemperatur liegen.


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Horst Haussecker
Tue Jan 14 19:32:36 MET 1997