Für gro\3e und kleine Werte von
lä\3t sich die
Planck'sche Strahlungskurve auf zwei Näherungslösungen
vereinfachen, die historisch schon als Teilnäherungen
bekannt waren, bevor sie sich als Grenzfälle
des Planck-Gesetzes ergaben.
Der Teilverlauf der Planck-Kurve, für den bei der Temperatur T die Gleichung (2.13) näherungsweise gilt, wird als Wienscher Ast der Strahlungskurve bezeichnet.
raywien

Abbildung: Abweichung der beiden Näherungslösungen (Wien
und Rayleigh-Jeans) von der Planckkurve. Untere Ordinate:
Wellenlänge für eine Temperatur T = 300K.
Obere Ordinate:
als universelle Konstante.
Abbildung 2.4 zeigt die Abweichungen der beiden
Näherungslösungen als Differenz zur Planckschen
Strahlungskurve. Als Ordinate wurde sowohl das Produkt
als auch die Wellenlänge
für die Temperatur
C verwendet. Erkennbar
ist, da\3 bei dieser Temperatur das Wellenlängenintervall
mit guter Näherung im Wienschen Ast der Strahlungskurve liegt.
Da die verwendete Infrarotkamera nur in diesem
Wellenlängenbereich empfindlich ist, kann zur Berechnung der
Kameraintensität immer mit der Wienschen Näherung gerechnet
werden, wenn Objekte bei einer Temperatur unterhalb
ca. 200
C beobachtet werden.